Weltklimakonferenz Cancun: Minimalkompromiss als Ergebnis

Die 16. Weltklimakonferenz ist beendet. Die Hoffnungen waren gering, das Ergebnis ist ein Minimalkompromiss, der von vielen Verhandlungsteilnehmern als großer Durchbruch verkauft wird. Doch wirklich effektive Schritte in Richtung Klimaschutz stehen nach wie vor aus — ernsthafte Verpflichtungen wurden vertagt bis zur nächsten Konferenz 2011 in Durban. Nach dem Desaster in Kopenhagen stand die Weiterführung der internationalen Klimapolitik unter dem UN-Dach auf dem Spiel. Am Ende der zwei Wochen Verhandlungen wurden die minimalen Erwartungen erfüllt und der UN-Prozess gerettet, immerhin.

Auf diesen Seiten finden Sie auch nach dem Abschluss der Verhandlungen noch viele Infos, Hintergründe, Bilder und vieles mehr.

Ergebnisse an den Notwendigkeiten des Klimaschutzes messen

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender, Foto: BUND

Interview mit Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND im "Neuen Deutschland" (16.12.2010)

Schon im Vorfeld waren die Erwartungen an eine substantielle Einigung in Cancún eher gering gewesen. Die Stimmung scheint sich [...] noch verschlechtert zu haben.


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Cancun: Blockierer von mehr Klimaschutz gehören angeprangert

Aktivisten bei der Abschlusskundgebung in Cancun, Foto: BY NC ND S. Menon / M. Cadena / FOEI

Der bolivianische Präsident Evo Morales kritisiert die Schwäche der Cancuner Beschlüsse zu Recht. Mit den bisher vereinbarten Minderungszielen für CO2-Emissionen und der Einrichtung fragwürdiger Schlupflöcher wie den CO2-Zertifikatehandel lässt sich der Klimawandel nicht wirksam bekämpfen.

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Klimapolitik braucht Glaubwürdigkeit!

Rodung in Fichtenforst. Quelle: © R. Sturm / PIXELIO
© R. Sturm / PIXELIO

Wälder sind CO2-Senken — die Waldnutzung kann somit die Klimabilanz eines Landes kräftig verhageln. Damit das niemand bemerkt, kämpfen die Industriestaaten in Cancun gerade um eine äußerst fragwürdige Regelung. Während Umweltminister Röttgen sich bei den Verhandlungen in Eigenlob übt, ist die Kanzlerin, was den Klimaschutz angeht, völlig abgetaucht.

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Mehr Verantwortung beim Klimaschutz

Hubert Weiger

Die Industriestaaten müssen den Schwellenländern beim Aufbau einer kohlenstoffarmen Entwicklung helfen

Kommentar von Hubert Weiger in der Süddeutschen Zeitung (7.12.2010)

'Hopenhagen', so wurde die dänische Hauptstadt vor und während der Weltklimakonferenz im Dezember 2009 genannt. Am Ende blieb von hope – der Hoffnung auf einen neuen globalen Klimaschutzvertrag – in Kopenhagen nicht viel übrig. Mehr...

Kolonien in der Atmosphäre

In Cancún müssen die Industrienationen begreifen: Ihre Kohlendioxid-Emissionen treiben die Afrikaner weiter ins Elend

Nnimmo Bassey, 52, ist Vorsitzender von "Friends of the Earth International". Am 7.12. hat der Nigerianer in Stockholm den Alternativen Nobelpreis erhalten.

Lesen Sie Nnimmo Basseys Kommentar in der Süddeutschen Zeitung

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